7 Karriere-Tipps, die ich gern in meinen Zwanzigern bekommen hätte

1. Nutze dein Netzwerk. Comedy Central Du verbringst die ersten paar Jahre jeder Karriere damit, ein Netzwerk aufzubauen. Das können Leute sein, mit denen du gearbeitet hast, Leute, bei denen du zum Vorstellungsgespräch warst, oder Kollegen und Kolleginnen aus deiner Branche. Laut der Harvard Business Review gibt es sogar drei Arten des Netzwerkens: operativ, persönlich und strategisch. „Die erste hat Führungskräften dabei geholfen, aktuelle interne Verantwortlichkeiten zu bewältigen. Die zweite hat ihre persönliche Weiterentwicklung angekurbelt und die dritte hat ihnen die Augen für neue Geschäftsrichtungen geöffnet und dafür, wen sie mit an Board holen müssen.“Ich habe mein Netzwerk ehemaliger Mitarbeiter*innen, beruflicher Kontakte und Fachkolleg*innen für alle drei Arten des Netzwerkens genutzt – zur Recherche für mein Buch, zur Orientierung bei neuen Projekten und für Beratung untereinander.Hier ist die Vorlage für eine freundliche E-Mail, die du nutzen kannst:„Hi Jenny,ich heiße Ailbhe und wir folgen einander auf Twitter. Mir gefällt deine Arbeit zu XYZ – ich finde die Art, wie du über XYZ schreibst, einfach clever und großartig. Ich habe ein Buch geschrieben und würde dir gern ein Exemplar schicken – ist das okay für dich? / Eine ehemalige Angestellte von mir arbeitet jetzt freiberuflich und ich würde dich gern mit ihr bekannt machen – wäre dir das recht? / Ich halte eine Rede bei einer Veranstaltung und ich weiß, dass du jede Menge Erfahrung auf diesem Gebiet hast – darf ich dich zu einem Kaffee einladen und dir ein paar Fragen stellen?“Wenn du dich per E-Mail an jemanden wendest, achte darauf, deine Erwartungen klar auszudrücken. Es ist nicht fair, eine allgemein gehaltene „Darf-ich-dein-Gehirn-anzapfen“-E-Mail zu verschicken. Solche E-Mails haben mir immer Arbeit gemacht – ich musste erstmal rausfinden, was die Person überhaupt besprechen will und sich von der Konversation erhofft.Mehr dazu findest du hier: Wie Führungskräfte Netzwerke aufbauen und nutzen 2. Lass dich von den Anforderungen nicht gleich abschrecken. FOX Ich war 27, als ich meine erste Stellenanzeige geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass das, was ich zusammengestellt habe, ein Wunschzettel war. Natürlich gab es ein Handvoll grundlegender Anforderungen. Zum Beispiel willst du für den Job eines Online-Autors oder einer Online-Autorin jemanden, der schon mal für ein Online-Publikum geschrieben hat. Manchmal suchst du auch nach Kandidat*innen, die kulturell gut passen. Ich habe Vorstellungsgespräche mit Leuten geführt, die nicht alle Anforderungen perfekt erfüllt haben, aber besser für die Stelle geeignet waren als jene, die alle aufgelisteten Kenntnisse hatten. Wenn dir ein Unternehmen sympathisch ist und eine Stelle ausschreibt, die dir interessant erscheint, solltest du dich bewerben! Überleg dir, wie du deine Erfahrung an die Anforderungen anpassen kannst. Wenn ich mir heute Bewerbungen ansehe, bin ich am meisten von den Leuten beeindruckt, die mir darlegen, wie ihre Erfahrung sich auf die Stelle auswirkt – und weniger von solchen, die mir einfach so von ihren Qualifikationen erzählen.Dieser Rat von Business Insider ist ganz besonders wichtig: Erwähne im Anschreiben „etwas Besonderes, das sich nicht aus deinem Lebenslauf entnehmen lässt (zum Beispiel deine Arbeitssituation, spezielle Kenntnisse oder die Art von Job, die du suchst).“Mehr dazu findest du hier: 12 Dinge, die du bei einer Stellenbewerbung nie machen solltest 3. Du kannst einen Tag krank machen, auch wenn du dich nicht körperlich krank fühlst. Paramount Manche Unternehmen haben unterschiedliche Richtlinien, was Krankheitstage oder persönliche Auszeiten angeht – und wenn du wie ich bist, neigst du dazu, dich zu verausgaben, bis du körperlich nicht mehr kannst. Ich habe viel Zeit gebraucht, bis ich erkannt habe, dass vorsorglich einen Tag lang eine Pause einzulegen besser ist, als sich bis zum Burnout durchzuboxen. Wenn du eine*n verständnisvolle*n Vorgesetzte*n hast, kannst du ein solches Gespräch führen. Mind, eine britische Stiftung für psychische Gesundheit, hat zudem mehrere brillante Online-Ressourcen, darunter einen Wellness-Aktionsplan.Wenn du das Gefühl hast, dass das nicht geht, kannst du immer noch sagen, dass dir das Wetter zu schaffen macht, und du den Tag zum Auftanken brauchst. Wenn ich in Situationen bin, in denen ich kein gutes Gefühl dabei habe, nach so einem Tag zu fragen, denke ich immer an den Rat von Kelly Osbourne (sie hat davon gesprochen, wie man sich vor einer Party drückt, zu der man nicht gehen will): „Sag ihnen, du hast Dur

7 Karriere-Tipps, die ich gern in meinen Zwanzigern bekommen hätte

1. Nutze dein Netzwerk.

Comedy Central

Du verbringst die ersten paar Jahre jeder Karriere damit, ein Netzwerk aufzubauen. Das können Leute sein, mit denen du gearbeitet hast, Leute, bei denen du zum Vorstellungsgespräch warst, oder Kollegen und Kolleginnen aus deiner Branche. Laut der Harvard Business Review gibt es sogar drei Arten des Netzwerkens: operativ, persönlich und strategisch.

„Die erste hat Führungskräften dabei geholfen, aktuelle interne Verantwortlichkeiten zu bewältigen. Die zweite hat ihre persönliche Weiterentwicklung angekurbelt und die dritte hat ihnen die Augen für neue Geschäftsrichtungen geöffnet und dafür, wen sie mit an Board holen müssen.“

Ich habe mein Netzwerk ehemaliger Mitarbeiter*innen, beruflicher Kontakte und Fachkolleg*innen für alle drei Arten des Netzwerkens genutzt – zur Recherche für mein Buch, zur Orientierung bei neuen Projekten und für Beratung untereinander.

Hier ist die Vorlage für eine freundliche E-Mail, die du nutzen kannst:

„Hi Jenny,

ich heiße Ailbhe und wir folgen einander auf Twitter. Mir gefällt deine Arbeit zu XYZ – ich finde die Art, wie du über XYZ schreibst, einfach clever und großartig. Ich habe ein Buch geschrieben und würde dir gern ein Exemplar schicken – ist das okay für dich? / Eine ehemalige Angestellte von mir arbeitet jetzt freiberuflich und ich würde dich gern mit ihr bekannt machen – wäre dir das recht? / Ich halte eine Rede bei einer Veranstaltung und ich weiß, dass du jede Menge Erfahrung auf diesem Gebiet hast – darf ich dich zu einem Kaffee einladen und dir ein paar Fragen stellen?“

Wenn du dich per E-Mail an jemanden wendest, achte darauf, deine Erwartungen klar auszudrücken. Es ist nicht fair, eine allgemein gehaltene „Darf-ich-dein-Gehirn-anzapfen“-E-Mail zu verschicken. Solche E-Mails haben mir immer Arbeit gemacht – ich musste erstmal rausfinden, was die Person überhaupt besprechen will und sich von der Konversation erhofft.

Mehr dazu findest du hier: Wie Führungskräfte Netzwerke aufbauen und nutzen

2. Lass dich von den Anforderungen nicht gleich abschrecken.

FOX

Ich war 27, als ich meine erste Stellenanzeige geschrieben habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass das, was ich zusammengestellt habe, ein Wunschzettel war. Natürlich gab es ein Handvoll grundlegender Anforderungen. Zum Beispiel willst du für den Job eines Online-Autors oder einer Online-Autorin jemanden, der schon mal für ein Online-Publikum geschrieben hat. Manchmal suchst du auch nach Kandidat*innen, die kulturell gut passen. Ich habe Vorstellungsgespräche mit Leuten geführt, die nicht alle Anforderungen perfekt erfüllt haben, aber besser für die Stelle geeignet waren als jene, die alle aufgelisteten Kenntnisse hatten.

Wenn dir ein Unternehmen sympathisch ist und eine Stelle ausschreibt, die dir interessant erscheint, solltest du dich bewerben! Überleg dir, wie du deine Erfahrung an die Anforderungen anpassen kannst. Wenn ich mir heute Bewerbungen ansehe, bin ich am meisten von den Leuten beeindruckt, die mir darlegen, wie ihre Erfahrung sich auf die Stelle auswirkt – und weniger von solchen, die mir einfach so von ihren Qualifikationen erzählen.

Dieser Rat von Business Insider ist ganz besonders wichtig: Erwähne im Anschreiben „etwas Besonderes, das sich nicht aus deinem Lebenslauf entnehmen lässt (zum Beispiel deine Arbeitssituation, spezielle Kenntnisse oder die Art von Job, die du suchst).“

Mehr dazu findest du hier: 12 Dinge, die du bei einer Stellenbewerbung nie machen solltest

3. Du kannst einen Tag krank machen, auch wenn du dich nicht körperlich krank fühlst.

Paramount

Manche Unternehmen haben unterschiedliche Richtlinien, was Krankheitstage oder persönliche Auszeiten angeht – und wenn du wie ich bist, neigst du dazu, dich zu verausgaben, bis du körperlich nicht mehr kannst. Ich habe viel Zeit gebraucht, bis ich erkannt habe, dass vorsorglich einen Tag lang eine Pause einzulegen besser ist, als sich bis zum Burnout durchzuboxen.

Wenn du eine*n verständnisvolle*n Vorgesetzte*n hast, kannst du ein solches Gespräch führen. Mind, eine britische Stiftung für psychische Gesundheit, hat zudem mehrere brillante Online-Ressourcen, darunter einen Wellness-Aktionsplan.

Wenn du das Gefühl hast, dass das nicht geht, kannst du immer noch sagen, dass dir das Wetter zu schaffen macht, und du den Tag zum Auftanken brauchst. Wenn ich in Situationen bin, in denen ich kein gutes Gefühl dabei habe, nach so einem Tag zu fragen, denke ich immer an den Rat von Kelly Osbourne (sie hat davon gesprochen, wie man sich vor einer Party drückt, zu der man nicht gehen will): „Sag ihnen, du hast Durchfall. Dagegen kann niemand was einwenden.“

4. Sei offen für Feedback und handle danach.

NBC

Ich hatte das Glück, in meinem Leben ein paar großartigen Vorgesetzten zu begegnen – und die besten waren diejenigen, die mir ständig konstruktives Feedback gegeben haben.

Als ich noch jünger war, empfand ich Feedback, das nicht durchweg positiv war, als Zeichen dafür, dass ich meinen Job verkackt habe. Aber nach etwas mehr Zeit in der Arbeitswelt – und als ich anfing, selbst Leuten vorgesetzt zu sein – habe ich erkannt, dass kontinuierliches konstruktives Feedback genauso wichtig ist wie positives Feedback.

Es ist manchmal schwer, sich sagen zu lassen, dass man etwas nicht richtig macht oder dass man seine Haltung gegenüber dem XYZ-Problem verbessern könnte – aber ich kann dir garantieren, dass die Person, die das Thema mit dir bespricht, dich unterstützt. Das beste Feedback bezieht sich auf das Verhalten, nicht auf die Person. Und es ist so befriedigend, wenn jemand Feedback akzeptiert und etwas ändert.

Mehr dazu findest du hier: Die Kunst und die Wissenschaft, am Arbeitsplatz Kritik zu üben und anzunehmen

5. Gehaltserhöhungen sind ein Gespräch.

NBC

Wenn du in bestimmten Branchen arbeitest, sind jährliche Gehaltserhöhungen in deinen Vertrag eingebaut. Und wenn du gewisse Filme ansiehst, glaubst du, dass ein Gespräch über Gehaltserhöhung folgendermaßen abläuft:

Chef: „Gute Arbeit, Maia – Sie haben ein tolles Jahr hinter sich und wir möchten Ihnen eine Gehaltserhöhung von 2 Prozent anbieten.“

Mitarbeiterin: „Ich fordere aus XYZ Gründen eine Gehaltserhöhung von 7 Prozent.“

Chef: „Ok, wie wär's mit 5 Prozent?“

Dein*e Chef*in rechnet damit, dass du das Thema Gehaltserhöhung bei den Leistungsbeurteilungen zum Jahresende ansprichst und es lohnt sich, dass du dir etwas Zeit nimmst, um auszuführen, wie sich deine Stelle im Lauf des vergangenen Jahres verändert hat. Vielleicht warst du am Jahresanfang einer Person vorgesetzt und am Jahresende waren es schon drei. Oder du hast wegen Veränderungen im Ablauf dazu beigetragen, dass sich das Arbeitsergebnis um 40 Prozent verbessert hat. Wie auch immer, es ist vollkommen in Ordnung, wenn du auf ein nicht zufriedenstellendes Angebot folgendermaßen antwortest: „Vielen Dank. Besteht die Möglichkeit, dass wir in sechs Monaten bei den nächsten Leistungsbeurteilungen noch einmal darüber reden?“

Meine Empfehlung ist, ausgezeichnete Blogs wie Ask a Manager zu lesen, um rauszufinden, wie Leute in unterschiedlichen Branchen diese Gespräche angehen.

6. Freunde bei der Arbeit sind etwas anderes als Trinkkumpel bei der Arbeit.

giphy.com

Ich habe als Freelancer mit langfristigen Aufträgen bei einer Reihe von Medienunternehmen gearbeitet. Ich war der Ansicht, dass ich die Leute gut genug kannte, um freitagabends mit ihnen in die Kneipe zu gehen und über die Arbeitswoche herzuziehen – aber nicht gut genug, um mit ihnen über meine Alltagssorgen zu reden. So wurden kleine Probleme zu Missmut oder zu großen Sorgen, die ich ganz allein mit mir rumgeschleppt habe.

Rückblickend bin ich sicher, dass es meine*n Kolleg*innen in der gleichen Lage ähnlich wie mir ergangen ist. Ich wünschte, ich hätte mich ihnen gegenüber mehr geöffnet – sei es über meine Sorgen zu einem Manuskript für ein bestimmtes Stück oder über meine Ziele, innerhalb einer kurzen Zeitspanne die Präsenz der Marke in den sozialen Medien zu steigern.

Wenn du nicht sicher bist, wie du am besten Beziehungen zu Kolleg*innen aufbaust, warum probierst du es nicht erst einmal mit einer Facebook-Gruppe? Es gibt jede Menge geschlossene Gruppen für Leute in ähnlichen Branchen (z.B. Frauen im Journalismus usw.) – und du musst nur dem Moderator eine Nachricht mit der Bitte um Aufnahme schicken.

7. Warte nicht bis zur Krise, bis du mit deinem Chef oder deiner Chefin über deine Karriere sprichst. Rede auch dann darüber, wenn's gut läuft.

CBC

Das Wichtigste, was ich in fast zehn Jahren in der Arbeitswelt sowohl als Chefin als auch als Angestellte mitgenommen habe, ist, dass die Karriere ein Gespräch ist. Betrachte sie aktiv, nicht nur, wenn du in einer Krise steckst.

Ich bin immer wieder begeistert, wenn die Leute aus meinem Team regelmäßig über ihre Karrieren sprechen – das bedeutet, dass ich als Vorgesetzte mit ihnen darüber reden kann, welche Ziele das Unternehmen hat und wie sich diese mit ihren Bestrebungen in Einklang bringen lassen. Wenn du mit einem solchen Gespräch bis zur Krise wartest, sind die Optionen sehr begrenzt.

Meine besten Karriereentscheidungen habe ich dann getroffen, wenn ich darüber nachgedacht habe, was ich von einem Unternehmen will, was ich gern getan habe und wie ich etwas dazulernen kann. Wenn du Probleme in deinem Job hast, liegt dein Augenmerk tendenziell darauf, wie du wieder Spaß daran haben kannst. Wenn du zufrieden in deinem Job bist, liegt dein Augenmerk tendenziell darauf, wie du weiterhin das Beste daraus machen kannst. Ich bin begeistert von dieser Präsentation von Jenny Blake, die darüber spricht, wie man sich innerhalb seiner bestehenden Position weiter entwickelt.

Was ist der beste Karrieretipp, den du bekommen hast? Lass es uns und andere in den Kommentaren wissen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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